Nachruf H.D. Knüppel

Der SC Bosporus trauert um H.- Dieter Knüppel

Sein Andenken werden wir für immer in Ehren halten.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.

SC Bosporus Bielefeld e.V. 1979




 

Nachruf auf Horst-Dieter Knüppel

Nachruf auf den verstorbenen Kreisvorsitzenden Horst-Dieter Knüppel
VON MATTHIAS FOEDE
Quelle: Neue Westfälische

Bielefeld. Irgendein Abend im Herbst des Jahres 2000. Horst-Dieter Knüppel hat zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Kreisliga B, Staffel 1, zusammengetrommelt. Es pressiert im Fußball-Unterhaus, weil es in den zurückliegenden Wochen zu vielen unschönen Szenen und Schlägereien gekommen ist.
Knüppel hebt gleich zu Beginn der Veranstaltung im Ubbedisser Sportlerheim seine Stimme in marktschreierische Höhen. Der Fußball-Kreisvorsitzende will gleich klarstellen, worum es geht und was zu tun ist. Am Ende der 90-minütigen Pflichtsitzung verabschieden die Delegierten genau das Zehn-Punkte-Programm, das Knüppel zu Beginn vorgeschlagen hat. In den Folgejahren hält sich der Fußballkreis zumeist aus den Schlagzeilen fern. Die Randale findet woanders statt. Die Szene von vor neun Jahren ist symptomatisch für das Wirken von Horst-Dieter Knüppel.

Knüppel, der am 16. Dezember im Alter von 67 Jahren verstarb, hat in seinen neun Jahren als Fußball-Kreisvorsitzender (1998 bis 2007) seine ganze Energie (und die hatte er nicht nur in der Stimme) darauf verwandt, die negativen Auswüchse auf und neben dem Platz zu bekämpfen. Er war ein glänzender Verkäufer seiner Anliegen sowie ein Verfechter für Integration und Migration. Als einer der ersten setzte er Moderatoren und Mediatoren zwischen streitenden Vereinen ein. Außerdem war er sich nicht zu schade, selbst als Schiedsrichter die so genannten Brisanzspiele zu pfeifen. Dies tat er bis zuletzt.

Der zweite große Verdienst von Horst-Dieter Knüppel war die Modernisierung "seines" Verbandes. Er entkrustete veraltete Strukturen und verpasste dem Bielefelder Fußballkreis ein zeitgemäßes Image. Knüppel mischte sich ein und hielt mit seiner Meinung nie hinter dem Berg. Dadurch eckte er bei so mancher Versammlung an, rüttelte aber auch einige auf. Mit seiner stets humorvollen Art hatte er viele Freunde, zumal er sich jederzeit für die Belange der Vereine einsetzte. Sein Credo: "Ich bin für die Vereine da und nicht umgekehrt!" So prägte Knüppel die Bielefelder Hallenfußball- Stadtmeisterschaft ebenso wie das Altkreis-Masters, das er ins Leben rief. "Sein Engagement für unsere Vereine war vorbildlich. In die Trauer mischt sich der tief empfundene Dank für die lange sachkundige und engagierte Führungsarbeit für den Fußball im Kreis Bielefeld. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie. Der gesamte Kreis Bielefeld mit seinen Vereinen und Mitarbeitern trauert um Horst Dieter Knüppel und wird ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren", sagt sein Nachfolger im Amt Markus Baumann.

In Bad Oeynhausen leitete Knüppel viele Jahre die Bezirksstelle der westdeutschen Lotto-Zentrale und unterhielt nebenbei eine Reiseagentur. Sportlich hielt er sich am Wochenende mit der Schiedsrichterei fit. Er schaffte es in den 70er-Jahren in den Elitekreis der westfälischen Schiedsrichter und war einige Jahre als Linienrichter in der 2. Bundesliga aktiv. Eine höhere Karriere blieb ihm verwehrt, weil Knüppel nicht immer auf einer Wellenlänge mit den Verbands-Schiedsrichterbossen lag. Er kritisierte unter anderem die Auf- und Abstiegsverfahren im Schiedsrichterwesen.

Knüppel erhielt den Ehrenbrief der Stadt Bielefeld, ist Träger der silbernen und goldenen Verdienstnadel des FLVW. Er war seit 1963 Mitglied der SV Heepen und dort von 1963 bis 1980 als Fußballer aktiv. Zudem spielte er in der Betriebsmannschaft der Firma Honved.




 

Der Fußballkreis Blfd trauert um H. Dieter Knüppel

Der Kreis Bielefeld trauert um Horst-Dieter Knüppel
Quelle:Neue Westfälische 22.12.2009


Bad Oeynhausen (Mil). Nach längerer Krankheit ist der weit über die ostwestfälischen Grenzen hinaus bekannte Schiedsrichter und langjährige Vorsitzende des Fußballkreises Bielefeld, Horst-Dieter Knüppel, im Alter von 67 Jahren gestorben. Knüppel, eingetragenes Mitglied bei der Spvg Heepen, lebte lange Zeit im Kreis Lippe, ehe es ihn aus privaten Gründen in den 80er Jahren nach Rödinghausen-Bieren in den Kreis Herford zog.
Sportlich hielt er sich am Wochenende mit der Schiedsrichterei fit.
Er schaffte es in den 70er Jahren, in den Elitekreis der westfälischen Schiedsrichter aufzusteigen und war einige Jahre als Linienrichter in der 2. Bundesliga aktiv. Eine noch höhere Karriere blieb ihm verwehrt, zumal Knüppel nicht immer auf einer Wellenlänge mit den westfälischen Verbands-Schiedsrichterbossen lag.

Er kritisierte unter anderem die Auf- und Abstiegsverfahren im Schiedsrichterwesen. In Bad Oeynhausen betätigte er sich unter der Woche beim Hallenfußball. Montags gehörte er zum Stamm der Kicker der Stadtverwaltung Bad Oeynhausen und donnerstags kickte er in seiner Freizeit in einer Journalisten-Sportgemeinschaft in Eidinghausen mit.

In den letzten Jahren war er trotz seiner Krankheit unermüdlich in Sachen Integration von ausländischen Fußballklubs mit Migrations-Hintergrund für den Fußballkreis Bielefeld in allen Teilen Deutschlands unterwegs.

Er war einer von mehreren Mediatoren. Mit seiner stets humorvollen Art hatte er auch hierzulande viele Freunde, zumal er sich jederzeit für die Belange der Vereine einsetzte.
Sein Credo: "Ich bin für die Vereine da und nicht umgekehrt!" Horst-Dieter Knüppel erhielt jeweils die Goldene Ehrennadel der Stadt Bielefeld und des Westfälischen Fußball-Verbandes.




 

»Ein Top-Mann, der sich nie verbiegen ließ«

»Ein Top-Mann, der sich nie verbiegen ließ«

Nachruf auf Horst-Dieter KnüppelDer Fußballkreis Bielefeld/Halle trauert um seinen langjährigen Kreisvorsitzenden Horst-Dieter Knüppel, der am 16. Dezember im Alter von 67 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist. »Horst-Dieter Knüppel war ein Kämpfer für den Fußballsport in unserer Region«, heißt es in dem Nachruf des Fußballkreises.
So prägte Horst-Dieter Knüppel die Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeisterschaften ebenso wie das Altkreis-Masters, welches er ins Leben rief. Sein Engagement für die Vereine war während seiner neunjährigen Tätigkeit als Kreisvorsitzender vorbildlich. 2007 gab Horst-Dieter Knüppel den Vorsitz an Markus Baumann weiter. In den letzten drei Jahren setzte er sich verstärkt für die Integrationsarbeit ein.
Horst-Dieter Knüppel hat für seinen unermüdlichen Einsatz zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten: Im Jahr 2006 bekam er den Sportehrenbrief der Stadt Bielefeld für langjährige Verdienste um die Förderung des Sports. Der Familienvater war zudem Träger der silbernen und goldenen Verdienstnadel des FLVW.
Das belegt, dass der Verstorbene sich für sein großes soziales Engagement im Fußball- und Leichtathletik-Kreis Bielefeld auch über die Grenzen der Stadt hinaus große Verdienste erworben hat.Horst-Dieter Knüppel war seit 1963 Mitglied im Verein SpVg Heepen, wo er bis 1980 als Fußballer aktiv war. Außerdem spielte er mit »Größen« wie Hannes Scholz (DSC Arminia Bielefeld) zusammen in der Betriebsmannschaft der Firma »Honwet«. Scholz erinnert sich gerne an die aktive Zeit mit Knüppel zurück: »Wir haben drei Jahre lang fast alles gewonnen.
Heute würde man sagen, Horst hat damals auf der 6 gespielt. Er war ein ganz hervorragender Fußballer.« Der Name Horst-Dieter Knüppel stand auch stets für Charakterstärke und Geradlinigkeit. Scholz: »Er hat immer seine Meinung vertreten und war in allen Dingen, die er angepackt hat, ein absoluter Top-Mann, der sich nie verbiegen ließ.«
Auch als Schiedsrichter machte sich Horst-Dieter Knüppel einen Namen. Seit 1965 war er als Unparteiischer im FLVW aktiv. 1983 wurde er zum stellvertretenden Schiedsrichterobmann gewählt. Den Sprung in die DFB-Spielklassen verpasste der Schiri Knüppel nur knapp.

»Er war ein Schiedsrichter, wie man ihn sich wünschte: mit Leib und Seele. Für viele unserer aktiven Schiedsrichter war er Wegbegleiter und polarisierendes Vorbild. In einer Zeit der Angepasstheit und Gleichmacherei haben wir stets nach Menschen gesucht, die Ecken und Kanten haben.
Und so ein Mensch war Horst-Dieter. Ich glaube, gerade deshalb haben wir ihn so sehr geschätzt.« Mit diesen Worten würdigen die Bielefelder Schiedsrichter um den Vorsitzenden Torsten Werner den Verstorbenen.
Gerade in diesen Tagen, wo der Budenzauber bei den Hallenstadtmeisterschaften die Bielefelder Fußballwelt in Atem hält, sollte auch daran erinnert werden, dass es Horst-Dieter Knüppel war, der diese Veranstaltung zu der gemacht hat, die sie heute ist. Bei der Endrunde in Jöllenbeck wird es heute eine Gedenkminute geben.

»In die Trauer mischt sich der tief empfundene Dank für die lange sachkundige und engagierte Führungsarbeit für den Fußball im Kreis Bielefeld. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie. Der gesamte Kreis Bielefeld mit seinen Vereinen und Mitarbeitern trauert um Horst-Dieter Knüppel und wird ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.« Diesen abschließenden Worten des Fußballkreises Bielefeld schließt sich die WB-Sportredaktion an.
Quelle: Westfalen-Blatt